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Schatten

Die Autorin hat während ihres Stipendiums ihren fiktiven
Roman, der zu großen Teilen in Halle (Saale) spielt, fertiggestellt. Die Geschichte handelt
vom Kampf mit einer traumatischen Vergangenheit: Sascha, die Ich-Erzählerin,
wird vom Vater missbraucht. Ihre psychisch labile Mutter missdeutet die Signale
und der Missbrauch wird zur Normalität. Als die Situation endlich ans Licht
kommt, lebt Sascha ab sofort bei ihrem Großvater, wo sie zur Ruhe kommt und ein
liebevolles Zuhause findet. Sie lernt Charlie kennen, die das gleiche Schicksal
teilt und die beiden werden unzertrennlich. Einige Jahre sieht Sascha ihre
Eltern nicht, bis die Mutter erkrankt und schließlich stirbt. Bei der
Beerdigung kommt auch der Vater durch Saschas Hund ums Leben, woraufhin sie ins
Ausland flüchtet und gemeinsam mit dem Großvater und ihrer Freundin in großer
Zurückgezogenheit lebt. Eines Tages wird sie jedoch mit ihrer Vergangenheit
konfrontiert, die sie wie ein Schatten begleitet. Insbesondere bei den
Ortsbeschreibungen schöpft die Autorin aus Kindheitserinnerungen und
autobiografischen Sequenzen. Das Arbeitsvorhaben umfasste die Fertigstellung des
Romans sowie einen längeren Rechercheaufenthalt in Sachsen-Anhalt. „Schatten“ ist
ein Coming of Age-Roman über die Schönheit und Verletzlichkeit
der Kindheit. Erzählt wird von der viel zu kurzen Zeit, in der man lernt Auto
zu fahren, von Freundschaft, Liebe und dem Gefühl, zuhause zu sein.

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