The Darkest Hour

Thomas Brück hat während seines Stipendiums an der ersten Drehbuchfassung für den künstlerisch-dokumentarischen Langfilm „The Darkest Hour“ (dt. Die dunkelste Stunde) gearbeitet, der als Kinofilm angelegt ist. Aufbauend auf seiner bisherigen Materialsammlung und angereichert durch eine Recherche in Mexiko, entstand das Konzept für einen abendfüllenden Essayfilm, der kaleidoskopisch die Unterschiede und Verwandtschaften apokalyptischer Glaubens- und Denksysteme innerhalb der Kulturgeschichte analysiert und auf eine Zukunft verweist, in der wir uns die Fragen über Weltende und möglichem Neuanfang erneut stellen müssen. Eine „allwissende“ Erzählstimme, die aus einer postapokalyptischen Zukunft zu sprechen scheint, führt durch die filmische Kontemplation. Menschenleerer Luftaufnahmen verweben sich mit apokalyptischem Motiven aus Kultur- und Kunstgeschichte. Found footage Material realer und fiktionaler Katastrophen verbinden sich mit Interviewsequenzen internationaler Wissenschaftler*innen der Apokalyptischen Forschung. Der Film thematisiert Fragen wie „Wie denken wir Apokalypse?“, „Welche Vorstellungen machen wir uns von ihr?“ und „Wohin führt uns unsere Angst vor dem Ende?“. Eine Odyssee, deren verschleiertes Ziel womöglich unentdeckt bleibt.
