Transformation und Transzendenz

Die Künstlerin vereinte in ihrem Projekt bildhauerische Arbeit und grafisch-malerische Arbeit in einer symbiotischen Form, um eine neue Art der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeit zu finden. Formen, die sie bereits in großformatigen Grafitmalereien nutzte, übertrug sie durch eine spezielle Drucktechnik auf bildhauerisches Material, und zwar Schaumstoff. Matten daraus bedruckte sie mit flüssigem Schaumstoff – ein direkter Eingriff in das Material. Dabei geht die „Zeichnung“ in das Material über, wird Teil von ihm. Durch anschließendes Formen der Schaumstoffmatten zu Skulpturen wurden die „Drucke“ ins Dreidimensionale transformiert.
Intuitives Handeln und Experiment sind zwei maßgebliche Bestandteile ihrer Arbeitsweise. Die ihr noch weitestgehend unbekannten Materialien – zum „Zeichnen“ ein recht unkontrollierbares Material, nämlich flüssiger Polyurethanschaum als Material für die plastischen Formen ihr unbekannte Schaumstoffqualitäten – stellten sie vor ganz besondere Herausforderungen. Entstanden sind vier Skulpturen unterschiedlicher Größe und Farbkombination. „Gray Guy“ ist noch stark von den grafisch-zeichnerischen Arbeiten beeinflusst, die folgenden hellblauen „Skylissy“ und „Hyperlux“ rufen Assoziationen zum Himmel und Meer hervor. Die letzte gelbe Arbeit „Layerlou“ verbindet Drucke und Faltungen so, dass erstere recht plastisch wirken.
