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Vergangenheit neu denken und gestalten

Bei mehreren Expeditionen lernte Wiebke Kirchner die landschaftliche sowie kulturhistorische Vielfalt Armeniens kennen. So untersuchte sie mittelbronzezeitliche Drachensteine im Geghama-Gebirge und sprach darüber mit archäologischen Experten. So reifte in ihr ein Bild von den Relikten einer Kultur, die ihre Geheimnisse denjenigen preisgeben, die nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen eintauchen möchten.
In Jerewan fand sie lokale Partner für den Druck einer Auswahl des zuvor gesammelten Bildmaterials auf mehreren Quadratmetern Klebefolie. Diese zerschnitt sie und legte erste Collagen an. Als deren Träger ließ sie sich von der mannigfaltigen Verwendung von farbigem Plexiglas im urbanen Raum Armeniens inspirieren – es entstand die Reihe „aspects of impects“. Im halleschen Atelier begann die Umsetzung der zentralen Arbeit. Angelehnt an die Drachensteine skizziert eine etwa 2,70 m hohe Konstruktion aus Holzlatten die Grundform der Plastik „Vishap“. Dieses Gerüst trägt großformatige, beidseitig bedruckte Papierfragmente mit einer intensiven Farbigkeit. Weitere Materialien wie farbig-transparente Wasserschlauchstücke oder grobgeschlagenes tiefschwarz glänzendes Vulkanglas vervollständigen das umgehbare Gebilde. Archäologische Kenntnisse über die frühere Wasserverehrung werden hierbei genauso kommentiert, wie Wissenslücken thematisiert – es bleibt Raum für Fantasie und Spekulation. Alle Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit Thomas Kirchner.



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