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Taschkent (Usbekistan)

Bewerbungsfrist:
31. Januar 2024

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergibt zum ersten Mal ein internationales Arbeitsstipendium in Kooperation mit dem Goethe-Institut und mit Unterstützung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatliche Museen zu Berlin nach Taschkent, das einer Künstlerin oder einem Künstler einen zweimonatigen Arbeitsaufenthalt in Usbekistan ermöglicht.

Das Stipendium richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die sich für Tradition und Moderne interessieren und ihre Kenntnisse über die usbekische Geschichte sowie über zeitgenössische Trends vielfältiger Bereiche, wie Architektur, Kunst und Kunsthandwerk, erweitern möchten. Die Künstler sind eingeladen, die verschiedenen Aspekte usbekischen Kultur und Gesellschaft zu erfahren. Der Aufenthalt soll Anreiz und Inspiration sein und die Möglichkeit bieten, neue Ideen zu erarbeiten, Kontakte zu knüpfen und ein Projekt zu realisieren.

Usbekistan ist heute eine Gesellschaft, die von einer kulturellen und künstlerischen Geschichte, die tausende Jahre zurückreicht, geprägt ist. Es ist ein Land, das Einflüsse aus dem europäischen und asiatischen Kulturraum vereint und in dem die Gegenwart und die Vergangenheit eine einzigartige Symbiose eingehen. Das heutige Usbekistan ist ein moderner und zukunftsorientierter Staat, dessen Geschichte in den alten Zivilisationen verwurzelt ist, die sich hier auf einzigartige Weise beim Handel begegneten. Für viele Europäer ist das Land fast völlig unbekannt, obwohl es kulturgeschichtlich ein ganz besonderer Ort ist: erst 1991 errang es seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion, obwohl es schon seit Jahrtausenden eine ganz eigene Identität besitzt.

Zugleich umgibt das Land einen Mythos, besonders die großen Städte wie Taschkent, Samarkand und Buchara, die im 18. und 19. Jahrhundert die Phantasie beflügelten, da sie wichtige Transitorte auf der Seidenstraße waren und die Vorstellungen vom Orient und den Märchen aus 1001 Nacht prägten. Diese Metropolen wurden damals zu Sehnsuchtsorten, denen selbst Goethe in seinem „West-östlichen Divan“ ein Denkmal setzte. Sie gehören zu den ältesten urbanen Siedlungen der Welt. Hier wurde das moderne Kunsthandwerk und viele seiner Techniken ganz entscheidend geprägt und innovativ weiterentwickelt – wovon die archäologischen Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte zeugen. Ihr heutiges Erscheinungsbild und das kulturelle Erbe des gesamten Landes ist ein Zeugnis jahrhundertelanger Transformationen, von Wegen die sich hier kreuzten, von vielfältigen Traditionen, jahrtausenderalter Gemeinschaften und einer Gesellschaft, die blühende Wissenschaft und Kunst geschaffen hat. All das lebt bis heute weiter und prägt das gegenwärtige Usbekistan und dessen spannende Kunstszene.

Am 11.01.2024 um 12:00 Uhr besteht die Möglichkeit einer Führung durch die Ausstellung „Archäologische Schätze aus Usbekistan“ im Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatliche Museen zu Berlin. Wir bitten um Rückmeldung bis 05.01.2024 an bursian@kunststiftung-sachsen-anhalt.de  

Die Kunststiftung stellt einen Bus bereit und übernimmt die Eintrittskosten. Abfahrt ist 9:00 Uhr in der Kunststiftung, Neuwerk 11 in Halle. 

Link zur Ausstellung:

Archäologische Schätze aus Usbekistan in der James-Simon-Galerie (smb.museum)

Hinweise zum Bewerberverfahren

Der Zeitraum des Stipendiums                                                                                      1. September bis 31. Oktober 2024

Art und Umfang des Stipendiums
Die Kunststiftung trägt die Kosten für die Arbeitsstipendien, die Unterbringungs- und Reisekosten. Die Künstler erhalten je ein Stipendium in Höhe von 1.500,00 Euro pro Monat. Zusätzlich erhält der Künstler noch eine Mobilitätspauschale von 500 Euro pro Monat.

Voraussetzungen und Bedingungen
Gefördert werden Kunstschaffende aus allen Sparten (Bildende und Angewandte Kunst, Musik, Design, Literatur etc.), die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben und berufliche Erfolge nachweisen können. Studierende können sich nicht bewerben. Die zeitliche Verfügbarkeit im Stipendienzeitraum wird vorausgesetzt.

Auswahlverfahren
Über die Bewerbungen entscheidet der Stiftungsrat der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt mit Unterstützung des künstlerischen Beirates. Maßstab für eine Beurteilung ist die künstlerische Qualität des Vorhabens und der eingereichten Arbeitsproben sowie die Aussagekraft des Motivationsschreibens.

Widerruf oder Rücknahme der Bewilligung
Die Bewilligung der Fördermittel wird zurückgenommen und die geförderte Person zur Rückzahlung der Förderbeträge verpflichtet, wenn die Förderung durch unzutreffende Angaben erlangt wurde oder Umstände eingetreten sind, die den Förderungsbedingungen nicht mehr entsprechen bzw. die geförderte Person nicht mehr in der Lage ist, ihre als förderungswürdig erachteten künstlerischen Projekte zu beginnen oder fortzusetzen.

Bewerbungsschluss
Bewerbungen können bis zum 31.01.2024 (es gilt der Poststempel) eingereicht werden.



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