Magdeburg-Roman wird präsentiert

Der Roman „Schwebende Lasten“ von Annett Gröschner feiert Premiere. Das Manuskript wurde im Rahmen eines Arbeitsstipendiums von der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Der Roman erscheint am 20. März 2025 im Münchner Verlag C.H. Beck und wird bei einer Lesung am 25. März 2025 um 19 Uhr im Technik-Museum in Magdeburg-Buckau vorgestellt.
Im Mittelpunkt des Romans steht die Geschichte der Blumenbinderin und Kranfahrerin Hanna Krause, die zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, zwei Weltkriege, zwei Demokratien erlebt hat. Erzählt wird die Geschichte eines Jahrhunderts in einem einzigen Leben im 20. Jahrhundert. Es ist ein Roman über das Ende des Industriezeitalters und seiner Heldinnen im Osten Deutschlands.
Während des Arbeitsstipendiums der Kunststiftung arbeitete Annett Gröschner an dem Buch und nutzte einen Teil der Zeit für Recherchen im Landeshauptarchiv über die Geschichte des Krupp-Gruson- bzw. Thälmannwerks, in dem ein Teil des Romans spielt. Sie führte außerdem Interviews mit ehemals dort Beschäftigten. Die Direktorin der Kunststiftung, Manon Bursian, sagte: „Es ist immer eine ganz besondere Freude, wenn die Ergebnisse der intensiven Recherchen und Arbeit der Stipendiaten vorliegen, wie jetzt hier in Romanform. Ich wünsche dem Buch viele interessierte Leser und Leserinnen, nicht nur aus Magdeburg, sondern auch weit darüber hinaus. Denn die Romanheldin steht auch exemplarisch für so viele Frauen, die sich durch die Geschichte gekämpft haben.“
Die Schriftstellerin stellt derzeit auf ihrem Instagram-Account anlässlich der Buchpremiere einige Orte des Romans in Magdeburg unter dem Hashtag #schwebendelasten vor. Sie sagte: „Ohne das Stipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt in einem frühen Stadium des Romans wäre es mir nicht möglich gewesen, soviel Zeit im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt zu verbringen, das jede Menge bisher ungehobener Schätze zum Schwermaschinenbau in Magdeburg aufbewahrt.“
Annett Gröschner wurde 1964 in Magdeburg geboren und lebt seit 1983 als Schriftstellerin in Berlin. Für die Arbeit an ihrem Roman war sie temporär nach Magdeburg zurückgekehrt. Nach ihrem Germanistik-Studium an der Humboldt-Universität in Berlin beteiligte sie sich an zahlreichen Forschungs-, Buch- und Ausstellungsprojekten. Seit 1997 arbeitet Annett Gröschner als freiberufliche Schriftstellerin und Journalistin. 2021 erhielt sie den Klopstockpreis, die höchste Auszeichnung des Landes Sachsen-Anhalt im Bereich Literatur. Bis 27. April 2025 ist im Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages in Berlin noch ihre, zusammen mit dem Fotografen Arwed Messmer kuratierte Ausstellung „Inventarisierung der Macht. Die Berliner Mauer aus anderer Sicht“ zu sehen.
Roman „Schwebende Lasten“ von Annett Gröschner
ISBN: 978-3-406-82973-4
