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Heimatstipendium #2 | Ausschreibung für die Künstlerinnen und Künstler

das Museumsprogramm | Ausschreibung für die Künstlerinnen und Künstler

Programmdauer:
Mai 2020
bis
April 2021

Der künstlerische Beirat entscheidet im März 2020 über die Anträge.

Bewerbungen bis:
03. Februar 2020

 

Zum zweiten Mal ermöglicht die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt Künstlerinnen und Künstlern mit dem zwölfmonatigen HEIMATSTIPENDIUM den Zugang zu Museen in Sachsen-Anhalt vor allem in kleineren Städten. Während dieser Zeit haben sie die Möglichkeit, sich intensiv mit den Sammlungen zu befassen, die Bestände zu erkunden, in den Archiven verborgene Schätze zu entdecken. Davon inspiriert sollen neue Werke entstehen, die das kulturelle Erbe reflektieren. Es werden bis zu zehn Stipendien in Höhe von jeweils 12.000 Euro pro Künstler/in an zehn Museen vergeben.

Auch im ländlichen Raum lagern interessante Sammlungen, die bedauerlicherweise weitgehend unbekannt sind, auch wenn sie zum nationalen Kulturgut gehören. Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt gibt diesen Sammlungen und Museen die Möglichkeit, sich der zeitgenössischen Kunst zu öffnen, um ein neues Publikum an diese spannenden Orte zu locken und öffentliches Interesse zu wecken.

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt möchte mit diesem Stipendium Künstlerpersönlichkeiten ansprechen, die sich diesem Projekt mit Verve und hoher Kommunikationsfreude widmen. So sollen nicht nur zeitgenössische Kunstwerke entstehen, sondern auch für ein breites Publikum – gemeinsam mit den Museen – partizipative Angebote entwickelt werden. Verborgene Potenziale werden so aufgedeckt, die jeweilige Einmaligkeit der Sammlungen sichtbar gemacht und die Öffentlichkeit für die Schätze in der Nachbarschaft sensibilisiert.

Die Ausschreibung richtet sich an freischaffende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben (vgl. Förderrichtlinie der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt). Bei der Umsetzung ihrer von den Sammlungen inspirierten Werke, die das kulturelle Erbe fortschreiben, sind sie hinsichtlich der künstlerischen Technik und der Bearbeitung der Thematik unter Einhaltung der Museumsauflagen und ggf. genehmigungspflichtiger Einschränkungen frei.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten können während des Programms in den ausgewählten Orten arbeiten und leben. Je nach Möglichkeit werden die Museen Arbeitsräume und Unterkünfte zur Verfügung stellen bzw. die Suche danach unterstützen. Ob diese kostenfrei sind, muss jeweils geklärt werden. Eine durchgängige Anwesenheitspflicht während der Dauer des Stipendiums besteht nicht. Jedoch werden regelmäßige Besuche und Kontakte erwartet, auch um öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen mit den Museen und der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt zu realisieren. Dies können künstlerische Aktionen, Kinderkunstnachmittage, Podiumsdiskussionen, Führungen etc. sein. Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, insbesondere die von ihr nominierten Kuratoren Dr. Ines Janet Engelmann und Björn Hermann, steht den Stipendiatinnen und Stipendiaten während der gesamten Laufzeit des Förderprogrammes sowie bei den Abschlussausstellungen beratend und unterstützend zur Seite.

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt wird für die ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten regelmäßig gemeinsame Treffen organisieren, um einen Austausch zu ermöglichen. Die Termine werden langfristig bekanntgegeben, die Teilnahme ist Pflicht. So wichtig wie die Arbeit in den Museen vor Ort, ist auch die Kommunikation der Stipendiatinnen und Stipendiaten untereinander. Diese birgt die Chance, sich gegenseitig zu beflügeln und gemeinsam das HEIMATSTIPENDIUM zu einem Erfolg zu machen.

Die während des Stipendiums entstandenen Werke bleiben Eigentum der Urheber. Eine Dauerleihgabe bzw. ein späterer Ankauf durch das Museum ist in Absprache zwischen den Künstlerinnen und Künstlern sowie den Museen möglich. Sollte der beiderseitige Wunsch bestehen, dass das künstlerische Werk im Museum verbleibt, berät die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt zu Leihverträgen oder Ankaufsvorhaben.

Zum Stipendiatenprogramm gibt es einen eigenen Internetauftritt/ Blog, dessen Webadresse öffentlichkeitswirksam kommuniziert und auf allen Printprodukten genannt wird:  http://heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de/. Auf der Seite finden sich bereits Berichte und Impressionen vom ersten HEIMATSTIPENDIUM. Neben allgemeinen Informationen zum Programm, die durch die Stiftung eingestellt werden, sind auch die Stipendiatinnen und Stipendiaten der zweiten Förderrunde eingeladen, dort regelmäßig Beiträge zu verfassen. So gestalten sie die Seite, im Charakter eines Blogs, mit, indem sie Geschichten, Gedanken, Fotos und Neuigkeiten rund um ihr Schaffen während des Stipendiums veröffentlichen.

Das Stipendium startet im Mai 2020 und dauert bis einschließlich April 2021. Zum Abschluss des Programms gibt es im Frühjahr 2021 an allen Museen Präsentationen und Ausstellungen der künstlerischen Werke in Korrespondenz zu den Sammlungen.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten für ein Jahr jeweils ein Stipendium von monatlich 1.000 Euro. Darin inkludiert sind die Materialkosten zur Herstellung des künstlerischen Werkes, Rahmungen sowie Ausstellungs-architektur wie Vitrinen oder Sockel, sofern sie nicht von den Museen zur Verfügung gestellt werden können, Kunsttransport-, Reise-, ggf. Unterbringungs- sowie Versicherungskosten.
Kosten, die im Rahmen der Abschlusspräsentation bzw. bei den öffentlichkeits-wirksamen Veranstaltungen entstehen, werden – nach Absprache – von der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt getragen.

Interessierte können sich auf zwei der zur Auswahl stehenden zehn Museen bewerben. Dabei ist eine Rangfolge festzulegen.

Um ausgewählte Museen kennenzulernen, bietet die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt während des Bewerbungszeitraumes kostenfreie Busfahrten zu diesen an. Die Termine sind hier zu finden. Anmedlung bitte bis 4. Dezember 2019.

Gibt es keine geeigneten Bewerbungen von Künstlerinnen und Künstlern für ein oder mehrere Museen, behält sich die Kunststiftung vor, weniger Stipendien zu vergeben.

Künstlerinnen und Künstler, die in der ersten Runde des Förderprogramms im Jahr 2017/18 kein Stipendium erhielten, können sich diesmal mit denselben oder modifizierten Ideenskizzen und Projektvorhaben wieder bewerben.

Sofern für das skizzierte Vorhaben eine Kooperation mit einer weiteren Einrichtung (außer dem Museum) angestrebt wird (z. B. Kulturverein, Kino etc.), muss von dieser eine entsprechende Interessensbekundung für die Zusammenarbeit dem Antrag beigelegt werden. Auch zu Ideen, die den Außenbereich und öffentlichen Raum – temporär oder dauerhaft – betreffen, müssen entsprechende Schreiben (Voranfrage zur Genehmigung der Umsetzung) beigefügt werden.

Folgende Unterlagen sind für die Bewerbung einzureichen:

  • ausgefülltes und unterschriebenes Formular
  • Lebenslauf
  • Wohnsitznachweis in Form einer amtlichen Meldebescheinigung
  • Ideenskizze (Konzept im weitesten Sinne) mit Erläuterungen der geplanten künstlerischen Reaktion und des partizipativen Vorhabens; max. 2 DIN A4 Seiten. Bei einer Bewerbung auf ein zweites Museum ist eine weitere Ideenskizze dafür einzureichen
  • sofern zutreffend: Interessensbekundungen geplanter Kooperationspartner*innen, ggf. Genehmigungen
  • Arbeitsproben in Form eines Portfolios (max. 10 Seiten, ungebunden, Bildmaterial im Hochformat DIN A4, Papierstärke max. 100 g/m2, einseitig bedruckt; audiovisuelle Arbeiten auf USB-Sticks oder CDs bzw. DVDs; für musikalische bzw. literarische Vorhaben max. 20 Seiten Noten bzw. Text).
    Links zu Webseiten oder zu audiovisuellen Arbeiten sowie die Einreichung von Katalogen oder anderen gebundenen Werken werden nicht berücksichtigt.
  • ggf. Freistellung des Arbeitgebers bzw. der Arbeitgeberin oder Nachweis über die Exmatrikulation

Über die Bewerbungen entscheidet der künstlerische Beirat der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt voraussichtlich im März 2020. Maßstab für eine Beurteilung ist die Vollständigkeit der Unterlagen, die künstlerische Qualität der vorgelegten Ideenskizzen und der eingereichten Arbeitsproben.

Bewerbungen können per Post (es gilt der Poststempel) oder persönlich (es gilt der Eingangsstempel der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt) bis zum
03. Februar 2020 bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale) eingereicht werden.

Bei Anfragen zum HEIMATSTIPENDIUM senden Sie bitte eine Mail an heimat@kunststiftung-sachsen-anhalt.de. Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt bittet darum, Fragen zu den Museen ebenfalls an diese E-Mailadresse zu senden und von einer direkten Kontaktaufnahme abzusehen.

Die Profile der ausgewählten Museen finden Sie hier:

Download des Antrages und weitere Informationen:

Johann-Friedrich-Danneil Museum Salzwedel


Das nach Johann Friedrich Danneil benannte Regionalmuseum zeigt interessante Exponate aus der Geschichte der westlichen Altmark und der Hansestadt Salzwedel. Ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher ist die Salzwedeler Madonna.

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Lichtenburg – Schloss und KZ Gedenkstätte Prettin


Der Renaissanceschlosskomplex Lichtenburg ist als einzigartiges Ensemble in seiner historischen Bausubstanz erhalten. Zum Museum Schloss Lichtenburg in Trägerschaft der Stadt Annaburg gehören u. a. die Schlosskirche (1580–1582) mit einem Altar von Giovanni Maria Nosseni und Sebastian Walther sowie die sog. Frauengemächer mit erhalten gebliebenen Wand- und Deckenmalereien aus unterschiedlichen Gestaltungsphasen.

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Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg


Die Gedenkstätte auf dem Gelände des psychiatrischen Fachklinikums Bernburg erinnert am authentischen Ort an die massenhafte Ermordung von kranken, behinderten und sozial auffälligen Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus („Euthanasie“). Die Einrichtung verfügt über einen kleinen Sammlungsbestand, vor allem in Form von Texten und Fotos. Sie geben die Möglichkeit eines biographischen Zugangs im Rahmen des Bildungsangebots, sofern bei der Nutzung die Regeln des Datenschutzes beachtet werden.

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KULTURQUADRAT Schloss Zörbig


Die Anfänge der Sammlungen und des 1923 begründeten Museums beruhen auf dem Heimat-Verein Zörbig 1922 e. V., der unter Federführung der Lehrer und Heimatforscher Albin Strauß und Otto Schmidt schrittweise mit dem Aufbau einer heimatgeschichtlichen Ausstellung begann.

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Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau


Das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau liegt im Zentrum der Stadt. Es bietet seinen Besuchern Dauerausstellungen zur Landschaftsgeschichte und Biodiversität in Anhalt, die durch die enge Verflechtung von vorgeschichtlichen und naturwissenschaftlichen Themen einzigartig sind.

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ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode


Der Kupferschieferbergbau prägte über 800 Jahre das Leben und die Landschaft um Sangerhausen, Eisleben und Hettstedt. Das ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode gehört heute zu den wichtigsten Zeugnissen der Industriekultur in Sachsen-Anhalt.

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Museum Schloss Moritzburg Zeitz


„Schloss Moritzburg an der Weißen Elster“ wurde 1657 bis 1678 im frühbarocken Stil erbaut. Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz ließ es an der Stelle der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Bischofsburg errichten. Der Dom St. Peter und Paul, errichtet als Kern der Bischofsburg, wurde im 17. Jahrhundert als Schlosskirche in das frühbarocke Ensemble integriert. Heute wird der Dom als katholische Kirche genutzt und bildet eine der Sehenswürdigkeiten an der Straße der Romanik.

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Börde-Museum Burg Ummendorf


Als kulturgeschichtliches Regionalmuseum der Magdeburger Börde blickt das Börde-Museum schon auf eine bald hundertjährige Geschichte zurück. Sein Standort, die Burg Ummendorf, hat ihren Ursprung im 12. Jahrhundert. Zugleich fungiert das Museum als Ausrichter von kulturellen Veranstaltungen wie Sommerkonzerten oder Burgfesten.

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Salzlandmuseum Schönebeck


Das heutige Salzlandmuseum wurde im September 1924 als Museum des damaligen Kreises Calbe gegründet. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden zunächst einige Sonderausstellungen an verschiedenen Standorten Schönebecks gezeigt. Für die inzwischen zu einem riesigen Fundus angewachsenen Bestände musste jedoch ein geeignetes Gebäude gefunden werden.

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Regionalgeschichtliche Sammlung der Lutherstadt Eisleben


Die Lutherstadt Eisleben besitzt eine umfangreiche regionalgeschichtliche Sammlung mit einer bemerkenswerten Entstehungsgeschichte: Den Grundstock der Sammlungen für alle Eisleber Museen legte vor über 150 Jahren Carl Friedrich Ludwig Plümicke (1791–1866), von 1817–1862 Direktor der ersten deutschen Bergschule in Eisleben. Erweitert wurden diese Sammlungen durch die intensive Arbeit des Vereins für Geschichte und Altertümer der Grafschaft Mansfeld (1864–1945).

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